„Als Ausbildungsbetrieb muss man heute mutig sein“

Das Projekt „Stark für Ausbildung“ bereitet Betriebe auf Lehrmethoden für neue Zielgruppen vor

Ein Gastbeitrag von Tonia Sorrentino

Leistungsstarke, -schwache, Studienabbrecher, Menschen mit Migrationshintergrund: „Die Heterogenität der Ausbildungs-Suchenden nimmt zu“, stellt Dr. Friedhelm Rudorf, Geschäftsführer der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung, fest. Ihnen allen ermögliche die duale Ausbildung eine qualifizierte Berufsausbildung. Wie stellen sich Verantwortliche effizient auf die spezifischen Anforderungen ein – und wie sehen diese überhaupt aus?

Begleitung erhalten Ausbildungsbetriebe im Rahmen eines Verbundprojekts: Gemeinsam mit der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk bietet die DIHK-Bildungs-GmbH ein digitales Ausbilderportal mit Infos, Best-Practice-Beispielen und Netzwerkpartnern, ergänzt durch ein Blended-Learning-Konzept mit Präsenzseminaren und Online-Lernelementen. „Die Wissens- und Praxisbausteine helfen Betrieben, mit ungewohnten Zielgruppen umzugehen“, sagt Projektverantwortliche Róża Jaroszewska, Bereich „Innovativ Qualifizieren“ der DIHK-Bildungs-GmbH. „Zu erfahren, wie andere Betriebe etwa Herausforderungen mit geflüchteten Azubis bewältigt haben, reduziert Berührungsängste.“

„Als Ausbildungsbetrieb muss man heute mutig sein“, sagt Dr. Rudorf. Die duale Ausbildung sei strukturbedingt ein vorbildliches System – und eine Haltung. „Betriebe übernehmen Verantwortung für junge Menschen: aus dem eigenen Fachkräftebedarf wie auch aus der Pflichttreue heraus, sie auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Der Begriff Haltung lässt sich aber auch auf die Jugendlichen übertragen: Sie haben ihren Erfolg in der Hand. Die Lehrzeit sollten sie bestmöglich zur Weiterentwicklung nutzen.“

Die DIHK-Bildungs-GmbH ist Ausbildungs­betrieb und gemeinsam mit den IHKs Berater für Mitglieds­unternehmen gleichermaßen. Geschäftsführer Dr. Friedhelm Rudorf berichtet über ­seine Erfahrungen auch im Video:

Das Projekt

Mit dem Schwerpunkt „Jugendliche mit besonderem Förderbedarf“ startete 2012 das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt „Stark für Ausbildung“. Aktuell fokussieren sich die Inhalte zusätzlich auf leistungsstarke Studienabbrecher und junge Geflüchtete. Nach Ende der regulären Laufzeit – ab Dezember 2018 – führt die DIHK-Bildungs-GmbH
das Projekt eigenständig weiter.

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