Bewerber nicht nur verwalten, sondern Beziehungen zu ihnen aufbauen – Start-up-Serie, Teil 7: Talention

Geeignete Kandidaten in einem Pool, Kontaktpflege betreiben und zum passenden Zeitpunkt daraus schöpfen zu können: Mit ihrer Software überzeugte das mehrfach preisgekrönte Start-up-Unternehmen nicht nur Juroren, sondern bisher über 150 Kunden. Im vorletzten Teil der Serie zum neuen Heft, stellt POSITION die Wuppertaler beispielhaft in Steckbriefform vor. 

Teil 7, von: Tonia Sorrentino

+++ Talention / TFI GmbH +++ Wuppertal +++  2011 +++ Mitarbeiter: 25 +++ Branche: IT / Software +++

Portfolio: Mit einer eigens entwickelten Recruiting-Marketing-Software stellt Talention seinen derzeit mehr als 150 Kunden Werkzeuge und Analysen zur Verfügung, um Maßnahmen in den Bereichen Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding nachhaltig zu optimieren. Unter anderem bauen Unternehmen damit einen Pool aus geeigneten Kandidaten auf, pflegen als Bindungsmaßnahme permanent den Kontakt zu jedem einzelnen, um ihn zum passenden Zeitpunkt als Mitarbeiter ins Unternehmen holen zu können. Das Produkt ist eine Mischung aus Customer-Relationship-Management und Marketing-Werkzeugkasten.

Idee und Vision: Personalmarketing und Employer Branding werden zu immer wichtigeren, wenn nicht sogar zu den wichtigsten Faktoren für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Denn jedes Unternehmen braucht sowohl die Kompetenzen als auch die notwendigen Werkzeuge, um Top-Kandidaten anzuziehen, zu binden und zum geeigneten Zeitpunkt zu rekrutieren. Das Matchmaking – Zusammenführen des passenden Bewerbers mit der passenden Stelle beim passenden Arbeitgeber – lässt sich mit den heutigen digitalen Prozessen und Analyseverfahren wesentlich besser aussteuern als noch vor wenigen Jahren. Daher ist die entsprechende Weiterentwicklung für Unternehmen essenziell, wenn sie konkurrenzfähig bleiben und ihren Erfolg halten beziehungsweise steigern wollen: Es geht nicht darum, Bewerber zu verwalten, sondern eine nachhaltige und Erfolg bringende Beziehung zu ihm aufzubauen. Langfristig will Talention Unternehmen jedweder Branche dazu befähigen, sich beispielsweise für immer stärker nachgefragte IT-Kräfte als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren und ihnen attraktive Karrieremöglichkeiten zu bieten – nicht zuletzt, um auch selbst mit der fortschreitenden Digitalisierung Schritt halten zu können.

Anstoß und Entstehung: Die beiden Gründer Steffen Braun und Christian Ternai lernten sich 2010 am Lehrstuhl für Business Development und Innovation an der Bergischen Universität Wuppertal kennen. Steffen Braun hatte damals bereits für ihn wegweisende Erfahrungen im HR-Bereich als Berater für Personaldienstleister gemacht. In seinen Gesprächen mit Unternehmen zu möglichen Online-Marketing-Strategien stellte Braun einen bis dato ungedeckten Bedarf fest: Ideal zur umfassenden und nachhaltigen Unternehmensberatung wäre eine Strategie, welche die Bereiche Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding mit modernem Online-Marketing und Analytics kombiniert. Die aufgrund der zunehmenden Digitalisierung in den vergangenen Jahren radikal veränderte Art der Jobsuche passt größtenteils nicht mehr mit den Recruiting-Maßnahmen der Unternehmen zusammen. Der Plan zur Software-Entwicklung stand fest, die Basis-Technologie förderte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2010 mit einem Stipendium (EXIST). 2011 gründeten Braun und Ternai zunächst die TFI GmbH als Beratungsunternehmen für Recruiting. Die Schwerpunktthemen waren Personalmarketing, Employer Branding, Analytics und E-Recruiting-Strategien. Erfahrung und Wissen aus jahrelangen Beratungsprojekten flossen in der Folge als Best-Practice-Beispiele in die Softwareentwicklung ein. Bis heute wurde Talention mit dem Wuppertaler Wirtschaftspreis (2013) ausgezeichnet, errang 2015 einen Platz in der Bestenliste bei „Innovationspreis-IT – Initiative Mittelstand“ in der Kategorie „Best of Human Resources“ und wurde 2017 Testsieger für die „Beste Bewerbermanagement Software“ bei einer Kundenumfrage des Institute for Competitive Recruiting (ICR) in der Kategorie „KMU und Kennzahlen“. Das Start-up bietet nach eigenen Angaben eine der führenden Software-Lösungen für Recruiting-Marketing.

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Die Gründer Steffen Braun und Christian Ternai lernten sich an der Bergischen Universität Wuppertal kennen   Fotos: Kristina Malis

Die Start-Up-Serie zum Heft:

Clouds statt Aktenordner-Regale; Seminare via Webcam statt Präsenzveranstaltungen; Korrespondenz via Messenger statt Telefon und E-Mail; Lernen via App auf Basis intelligenter Algorithmen, Kooperation mit Robotern… digitaler Wandel bedeutet vor allem auch Wandel für die Bildungslandschaft. Unternehmen sollten Trends, mögliche Auswirkungen, aber auch eigene Ziele im Blick haben, um nachhaltig konkurrenzfähig zu bleiben. Gar nicht so einfach, denn neben Chancen bietet das digitale Zeitalter auch Herausforderungen.

Unsere Autorin Tonia Sorrentino stellt anlässlich unserer aktuellen Titelstory „So gelingt die digitale Transformation“  beispielhaft acht Start-Ups aus ganz Deutschland vor, die bereits heute Produkte und Dienstleistungen im Bereich Aus- und Weiterbildung, aber auch Recruiting für morgen anbieten. Und: die den Lesern – vielleicht – helfen können, die digitale Transformation zu meistern.

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